Sonntag, 28. Februar 2016

Wyvern Release-Party Autorenvorstellung von Marie Graßhoff

Hallo meine lieben 

Heute sind wir bei mir angelangt.
Ich habe die wundervolle Ehre, euch die liebe Marie vorzustellen. Hach ich kann euch nur eines vorab sagen. Ich liebe Sie. 
Es hat mir noch nie etwas so extrem viel Spaß bereitet, wie die Zusammenarbeit mit ihr. Besonders da unserer Kreativität keine Grenzen gesetzt wurden. Sie ist wirklich einfach göttlich. Ich finde, man kann sie einfach nur lieben. 
Aber entscheidet am besten selbst.



Erst einmal vielen Dank für dieses tolle, kreative und spaßige Interview. Das war echt mal was anderes! 


Stelle deine drei positivsten und deine drei negativsten Eigenschaften kreativ dar!


Eine sehr coole Aufgabe, an der ich jetzt eine ganze Weile gefeilt habe. Ich muss dazu sagen, dass ich mich inzwischen auch mit meinen negativen Angewohnheiten abgefunden habe. Jeder hat seine Schwächen und ohne sie wäre ich nicht der Mensch, der ich bin. Viele der Eigenschaften bedingen einander sicherlich.
Fangen wir mal mit meinen positiven Eigenschaften an.

  1. Ich bin verträumt

Es lässt sich sicher darüber streiten, ob das nun positiv oder negativ ist, aber ich mag verträumte Menschen. Ich selbst bin ein absoluter Träumer und liebe es – denn meine Träume sind oft so schön und gewaltig, dass sie mir die Kraft geben, Berge zu versetzen. Aus Träumen werden immer Taten. Zumindest bei mir. Ich liebe es nicht nur, mir vorzustellen, wie schön einige Dinge sein könnten, sondern ebenso liebe ich es, diese Träume auch zu verwirklichen. Das ist wahre Inspiration.

  1. Ich bin verrückt

Ja, ich zähle es auch durchaus zu meinen positiven Eigenschaften, dass ich ziemlich komisch drauf bin, gern Grenzen überschreite und mir nichts so schnell peinlich ist. Ich färbe etwa alle 2 Wochen meine Haare in kunterbunten Farben, kaufe gern mal komische Klamotten (die ich sehr liebe) und bin auch sonst für jeden Mist zu haben. Sonst wäre es ja auch langweilig, das Leben. Und meiner Meinung nach gehört zu Kreativität auch ein bisschen Verrücktheit, oder?

  1. Ich bin kreativ

Überraschung! Natürlich gehört zum Autorendasein auch ein kleines, großes bisschen Kreativität. Das sehe ich bei mir nicht einmal als besondere Eigenschaft an, sondern ist für mich eigentlich ganz normal.
Ich denke, eine kreative Ader steckt in jedem, es hat sie nur noch nicht jeder gefunden. Und sie kann sich ja auch in Millionen unterschiedlichen Arten zeigen. Einer schreibt gern Bücher, einer zeichnet und ein anderer denkt sich gern Bewässerungsanlagen für seinen Garten aus (macht mein Opa immer). Das zeigt sich auf so viele verschiedene Arten.
Meine Art ist – ganz klar – das schreiben. Aber ich teste unheimlich gern meine Grenzen aus und versuche mich immer wieder in anderen Gebieten. Erstens, weil ich es spannend finde, und zweitens, weil ich es nicht mag, wenn mir andere Menschen sagen, was ich kann und was nicht.

Und nun zu den negativen Eigenschaften.
  1. Ich bin lasterhaft

Die negative Eigenschaft, die eigentlich meist am ersten auffällt, wenn man mich besser kennt, ist eigentlich meine Lasterhaftigkeit. Ich habe wirklich viele Angewohnheiten, Macken und … nun ja, Laster. Ich rauche, trinke Unmengen an Kaffee (um den wenigen Schlaf wettzumachen), verzichte ungern abends auf meinen Wein oder Gin Tonic und ja, ich bin sogar süchtig nach Nasenspray (ohne Witz, das gibt es wirklich und es ist furchtbar.)
All diese doch recht negativen Anhängsel habe ich mir lange abzutrainieren versucht, inzwischen habe ich es aber aufgegeben. Damit passe ich aber zumindest ganz gut in das Klischee eines nachdenklichen Schriftstellers – was ja jetzt nicht das allerschlimmste Bild ist, in dem man stecken kann. Von daher lebe ich inzwischen ganz gut damit.



  1. Ich bin perfektionistisch

Perfektionismus klingt immer erst mal nach einer Pseudo-Schwäche. Die Antwort, die man im Bewerbungsgespräch gibt, wenn der Interviewer fragt, was deine negativen Eigenschaften sind. Perfektionismus.
Dabei ist damit nicht wirklich zu spaßen. Klar, mein Perfektionismus hilft mir dabei, meine unheimlich großen Projekte zu stemmen, alles bis ins kleinste Detail in riesigen Excel-Tabellen zu planen, um überhaupt sinnvoll auf’s Papier bringen zu können. Aber er bringt mich auch oft an den Rand des Wahnsinns. Perfektionismus kann lähmend sein. Ich hatte schon Phasen, in denen ich mich so schlecht gefühlt und mich so sehr in Details verloren habe, dass ich mich nicht mehr imstande gefühlt habe, jemals wieder etwas auf’s Papier zu bringen. Phasen, in denen ich alles verbrennen wollte, was ich bisher geschrieben habe, weil ich es inzwischen ja besser kann. Er hindert mich oft daran, mich über Erfolge zu freuen, weil ich immer nur daran denke, wie ich mich selbst noch weiter verbessern kann. Keine Pause, kein Ausruhen, nur Verbesserung, Verbesserung, Verbesserung.
Inzwischen habe ich ihn ganz gut unter Kontrolle und kann ihn gezielt einsetzen. Aber ab und an versucht er noch immer, mich unter sich zu begraben. Ihn gänzlich missen möchte ich ihn aber auch nicht.



  1. Ich bin selbstzerstörerisch

Kennt ihr das, wenn ihr aus guten Gründen mit jemandem Schluss gemacht habt, aber nicht aufhören könnt, euch darüber den Kopf zu zerbrechen? Oder wenn ihr eine Freundschaft aus guten Gründen beendet, aber nicht aufhören könnt, eure Freundin auf Facebook zu stalken? Ja, das ist verdammt viel selbstzerstörerische Energie. Und davon habe ich eine Menge.
An einigen Tagen nerve ich mich wahrlich selbst. Dann gehe ich im Kopf alle peinlichen Momente durch, die ich jemals erlebt habe, schaue alte Fotos von Freunden an, die ich nicht mehr kenne, sitze vor meinem Bücherregal und frage mich, warum ich nicht so tolle Sachen schreiben kann – und dann setze ich mich an meine Dokumente, schreibe, überarbeite und mache bei 1000 Projekten mit, schlafe nicht und arbeite, bis ich umfalle, nur um mir zu beweisen, dass ich es kann.
Das sorgt natürlich teils auch für Motivation und sehr produktive Phasen, aber das ist wirklich etwas, an dem ich noch arbeiten muss, um mich am Ende nicht ganz kaputt zu machen. Das habe ich mir auch für 2016 auf den Schirm geschrieben: Mehr entspannen. Kann ich jedem nur empfehlen, auch wenn es für einige wirklich erst mal schwer ist.


Gibt es eine Charaktereigenschaft, die du gleichzeitig liebst und hasst?

Tja, im Grunde ist das ganz klar. Ich liebe und hasse an mir selbst ebenso wie bei anderen Menschen: Selbstbewusstsein. Das klingt erst mal unsympathisch für mich, aber man muss es differenziert betrachten.
Ich liebe selbstbewusste Menschen. Und ich liebe jeden Deut an Selbstbewusstsein, den ich für mich selbst hinzugewinnen kann. Ich finde es bewundernswert, wenn Menschen zu dem Stehen können, was sie geschaffen haben, was sie sind, wie sie sind und was sie tun, denn bis vor einiger Zeit fiel mir selbst das noch sehr schwer.

Was ich allerdings nicht ausstehen kann, ist übersteigerstes Selbstbewusstsein. Puh. Das ist in meinen Augen die abstoßendste Charaktereigenschaft, die man haben kann. Natürlich bin ich selbst niemand, der darüber urteilen kann, wann Eigenlob angebracht ist und wann nicht. Wenn jemand aber wirklich permanent von sich selbst schwärmt und sich toller findet als alles, das es auf der Welt gibt, macht ihn das in meinen Augen extrem schnell unattraktiv und unausstehlich.

Dieser Zwiespalt zerreißt auch mich von Zeit zu Zeit. Ich habe inzwischen gelernt, mich über meine Erfolge zu freuen, aber ein kleiner Teil von mir hat immer Angst, etwas zu selbsteingenommen zu sein oder auch nur zu wirken. Man kann also durchaus von einer Hassliebe zwischen mir und dieser Charaktereigenschaft reden.


Was denkst du, dass Kernstaub über dich aussagt?

Ich denke, jeder Roman eines Autors sagt eine Menge über ihn aus. Ich bin nicht wie meine Charaktere und ich vertrete nicht all ihre Ansichten, aber doch steckt unendlich viel von mir in all meinen Projekten. Auch in Kernstaub.

Ich denke, wer Kernstaub liest, der erfährt über mich mehr, als Menschen, die mich schon seit Jahren kennen, den Roman aber nicht gelesen haben. Er stellt vieles dar, woran ich glaube. Was ich glaube. Er zeigt das Universum durch meine Augen, betrachtet es aus allen Blickwinkeln, die ich mir vorstellen kann. Er stellt meine Einstellungen zu Liebe, Tod, Vergehen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar.

Ich denke, Kernstaub sagt über mich, dass ich ein Träumer bin. Dass ich einer der Menschen bin, die zu den Sternen hinauf sehen und in ihnen zu lesen versuchen wie in einem Buch. Einer der Menschen, die planen, konstruieren und zu 100% im Jetzt leben und doch hin und wieder an der schieren Unendlichkeit der Natur verzweifeln können.


Was ist deine Lieblingscharaktereigenschaft deiner Protagonistin?
Definitiv ihr Größenwahn. Er übersteigt den meinen zwar um einiges, aber ich kann mich sehr gut mit vielen ihre Extreme identifizieren. Außerdem ist es genau das, was sie im Laufe der Reihe immer interessanter macht – und ich denke, dass viele Leser sie verstehen können, so abwegig ihre Gedanken auf den ersten Blick auch sein mögen.


Wenn du Kernstaub in 10 Begriffen erklären müsstest, welche wären das?
Uff, das ist schwer. Mal versuchen.
Seelen, Wiedergeburt, Erinnerungen, Leben, Tod, Endzeit, Weltkrieg, Allmacht, Liebe, Gott


Wie sieht deine perfekte Arbeitslocation aus & was brauchst du für eine Schreibnacht?















Also ich sage mal so. Ich habe einen wundervoll eingerichteten Schreibtisch mit allen Arbeitsmaterialien, die ich benötige. All meinen Notizbüchern, Stiften, Beleuchtung, Süßem, ect.

Die Realität sieht aber so aus, dass ich meist auf meinem Bett sitze und dort schreibe. Ich hasse Schreibtische ehrlich gesagt, so perfekt ich sie mir auch einrichten mag. Mein perfekter Arbeitsplatz sollte also weich und gemütlich sein und trotzdem in Reichweite Ablageorte für Kaffee oder Tee haben – oder Wein bzw. Gin Tonic, je nach Urzeit.
Dazu brauche ich natürlich auch meine Notizbücher in Reichweite, meinen Laptop mit dem ultimativen Masterplan, was zum Knabbern, meine Spotify-Romanplaylist, gemütliche Beleuchtung, eventuell Recherchematerial und auf jeden Fall auch Stifte, weil ich beim Planen gern kritzle.



Das ist das absolute Optimum. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich eigentlich immer und überall schreiben kann, wenn ich muss. Dazu brauche ich dann einfach nur mein keines Netbook und sonst eigentlich nichts. Ich kann also auch mit dem Minimum auskommen. Sobald ich richtig im Flow bin, blende ich eh alles aus. Aber hey, wenn ich daheim bin, kann ein wenig Luxus ja nicht schaden :)


Tausend Dank für dieses tolle Interview, liebe Saskia. Es war ein gewaltiger Spaß, mit dir zusammenzuarbeiten!



Dies war die Vorstellung von Marie. Ich hoffe sie hat euch genauso gut gefallen wie mir. Wenn ihr noch mehr über sie erfahren wollt oder auch einfach auf dem laufenden bleiben wollt, dann schaut einfach mal bei Ihr vorbei 


Foto: http://mariegrasshoff-photo.tumblr.com/


Gewinnspiel
Und auch bei mir könnt ihr nun etwas Gewinnen und zwar:
2 x Ebook "Kernstaub" 
2 x Ebook "Fatal Lights"


Wie euch bestimmt aufgefallen ist, handelt sich unser Topic um Charaktereigenschaften.
Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet mir einfach folgende Frage.

1. Welche Charaktereigenschaft von euch liebt und hasst ihr zu gleich und warum?
2. Für welches Ebook springt ihr in den Lostopf



Teilnahmebedingungen:
- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
- Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
- Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
- Alle Daten werden ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
- Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Das Gewinnspiel wird vom Talawah Verlag organisiert.
- Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
- Das Gewinnspiel endet am 29.02.2016 um 23:59 Uhr.